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Hypnose, Systemaufstellungen, Beratung und Coaching in Wittenberg

 

Hallo liebe Leserin, lieber Leser!

Mein Urlaub ist vorbei. Ich bin wieder zurück - im Alltag. Alltag - was ist das eigentlich?
Wir benutzen dieses Wort ohne über die Bedeutung nachzudenken. Und hat es nicht auch viele Bedeutungen - je nach Persönlichkeit und von Stimmungen gefärbt?

Klingt es nach Monotonie, Eintönigkeit, Routine - ein Tag wie alle anderen, ohne besondere Ereignisse? Oder heißt Alltag für Dich auch: ein Tag mit haltgebender Struktur, in bekanntem Umfeld - und damit raumgebend für neue Dinge und Prozesse?

Ich bin heute zum ersten Mal wieder in meinem Büro, um zu arbeiten. Eigentlich wollte ich gestern schon starten. Aber dann war zu Hause noch so viel zu tun, Aufgelaufenes abzuarbeiten und einiges zu organisieren - um die gute Basis für das "Leben nach dem Urlaub" zu schaffen.
(Das Neue hat nur Kraft, wenn das Alte gut abgeschlossen ist. - Gilt auch hier.)

Hat nicht jede Auszeit - und Reisen und Urlaub haben ja diesen Charakter - auch den Sinn, sich von überholten Mustern zu trennen? Eigentlich beginnt das ja schon vor den Ferien. Wer kennt nicht diese äußerst konzentrierte und zugleich auch kreative Phase, eine Art Countdown vor der Reise.
Und - je nach dem wie lang die Auszeit war -  heißt es nun wieder Fuß zu fassen, anzupacken.

Ich hatte diesmal das Gefühl, dass ich wieder anknüpfen müsste. Fast war es so, als hätte ich Aufgaben und Ziele vergessen - so weit weg war ich ...

Nun so weit war es nun auch wieder nicht. Aber geistig und emotional wahrscheinlich doch viel weiter und intensiver, als mir in den gut zwei Wochen bewusst gewesen war.  Wir sind in den italienischen Dolomiten zwischen schroffen Felsen im Rosengarten und im Vajolettal gelaufen bzw. geklettert und wir haben das landschaftlich wundervolle Durontal durchwandert. Der Friedrich-August-Weg zwischen Langkofel und Tierser Alpl bot ergreifende Ausblicke ebenso wie der grandiose Rundblick vom Col Rodella auf die umliegenden Giganten. Und wer schon einmal im Labyrinth am Latemar war - dort werden die vielen Sagen und Geschichten dieser Gegend lebendig. Wie anders konnte man sich die Großartigkeit dieser Landschaft früher auch erklären.

Natürlich waren die meisten Touren alles andere als einsam. Und es wäre wohl auch vermessen sich zu wünschen, dieses Stückchen Erde (wenigstens zeitweise) für sich allein haben zu wollen.
Aber es gab sehr ruhige Orte und Momente. Ganz besonders hat mich eine Wanderung im Val di Contrin beeindruckt. Der nordwestliche Fuß der Marmolada ist Teil des Talschlusses. Und obwohl man schon bei ca. 2000 Hm ist, ragen diese riesigen Felsen noch um so vieles höher in den Himmel. Und ich habe mich hier von der Stille, Weite und (relativen) Einsamkeit dieser Region berühren lassen. Hier kann einem sehr bewusst werden, wie sinnentfremdet wir manchmal agieren - und worauf es wirklich ankommt im Leben. Hier ist noch die Demut der Menschen gegenüber der Natur spürbar. Das Urbane, das Wesentliche, das Großartige und in gewisser Weise Reine der Umgebung gibt unweigerlich seine Schwingungen an den Menschen weiter, der sich dort aufhält - wenn er sich darauf einlässt.

Warum erzähle ich Dir das? Ich glaube es war heute früh genau diese kraftvolle Energie, die mich auch das Wesentliche an meiner Arbeit wiederfinden ließ. Während ich im Sessel saß, fiel mein Blick immer wieder auf die Rose, die ich mir auf das Fensterbrett gestellt hatte. Ich konnte mich daran erfreuen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, dass ich mir diese stillen Minuten gönnte. Damit war Raum für diese andere Kraft, die sich zeigen konnte. ... die die Basis für meine Arbeit als Beraterin ist. In diesem Moment wusste ich: ich bin wieder da, auch in diesem Teil meines Lebens wieder angekommen. Und ich freue mich auf die ersten Sitzungen in der nächsten Woche.

Wie war das doch gleich mit dem "wieder Anknüpfen"? Geschieht da nicht wie nebenbei eine natürliche Selektion? Das Unwesentliche fällt durch. Das Anknüpfen erfolgt an das Herausragende, das Wesentliche.

Du meinst, dass dann aber auch die alten lästigen Muster wieder präsent sind und die guten Vorsätze, die Du im Urlaub getroffen hast, zunichtemachen? Kann sein. Aber dann ist es wirklich an der Zeit hinzuschauen, was es da zu korrigieren gibt. Sind es die Vor-sätze? Wovor stehen oder (sitzen) sie? Oder aus welchem unerklärlichen Grund kannst Du die alten Muster nicht verlassen, wo Du doch weißt, dass sie Dich ausbremsen?
Dich als meinen Newsletterleser brauche ich wohl nicht darauf hinzuweisen, dass die  Hypnose in Kombination mit der systemischen Arbeit diesbezüglich eine der besten Methoden ist, um effektive und nachhaltige Ergebnisse zu erreichen.

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Und damit möchte ich es heute belassen. Dieser Brief kommt eigentlich etwas spät. Wegen des Urlaubs außerhalb des 4-wöchigen Rhythmus. Bis zum nächsten sind es nun nur noch knapp 3 Wochen.
Dann einmal wieder mit dem Schwerpunkt Partnerschaft - Paarbeziehung.
Was Blicke und Schauen bewirken können, darüber schon ein Auszug im Blickkontakt ... Wenn Du noch 5 Minuten Zeit hast, dann schau Dir doch 'mal dieses berührende Video an.

...  im nächsten NL gehe ich darauf mit Bezug zur Partnerschaft ein.

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Übrigens: heute beginnt der Herbst, exakt um 16.21 Uhr MESZ. Der Herbst ist die Zeit der Ernte. Und nach einer Ruhephase beginnt ein neuer Wachstumszyklus. Warum sollte man sich also nicht auch im Herbst Zeit zum Träumen nehmen?

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine schöne Herbstzeit!

Herzliche Grüße
Monika

Wittenberg, den 22.09.2016